Ordination & Gruppenpraxis

Soundmasking in der Ordination

Zwischen Anmeldung und Wartebank liegen selten mehr als drei Meter. Wer dort sitzt, erfährt nebenbei, wer wegen was gekommen ist.

Flyer · Ordination

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Die Schweigepflicht endet nicht am Tresen.

Der Ablauf ist überall gleich. Jemand tritt an die Anmeldung, nennt den Namen, sagt, worum es geht. Vielleicht muss ein Befund besprochen werden, vielleicht geht es um eine Überweisung, vielleicht ruft die Ordinationsassistentin gerade im Labor an. Sechs Menschen auf der Wartebank hören zu, ohne es zu wollen.

Für die Ordination ist das keine Frage des guten Tons. Die ärztliche Verschwiegenheitspflicht nach § 54 Ärztegesetz gilt für alle Beschäftigten, und Gesundheitsdaten zählen nach Artikel 9 DSGVO zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten, für die ein erhöhtes Schutzniveau vorgesehen ist.

In der Praxis behilft man sich mit Flüstern, mit vorgedruckten Zetteln oder damit, dass Heikles ins Behandlungszimmer verlegt wird. Das funktioniert, kostet aber Zeit und macht den Empfang unpersönlich. Und es hilft nicht, wenn das Telefon klingelt.

Aus der Ordination

Patientendaten bleiben an der Anmeldung

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Was sich am Empfang ändert

  • Namen und Diagnosen tragen nicht mehr bis zur Bank

    Ein Gerät zwischen Anmeldung und Wartebereich nimmt genau der Distanz die Verständlichkeit, über die sonst mitgehört wird. Wer direkt am Tresen steht, versteht weiterhin alles.

  • Niemand muss flüstern

    Ältere Patienten hören ohnehin schlechter. Wenn die Assistentin die Stimme senken muss, wird die Rückfrage lauter, und am Ende weiß der Wartebereich mehr als vorher. Ein Grundklang im Raum dreht das um.

  • Der Wartebereich wird ruhiger

    Ein gleichmäßiges Klangbett nimmt einem Raum die unangenehme Stille, in der jedes Husten auffällt. Rückmeldungen aus Ordinationen gehen fast immer in diese Richtung: nicht leiser, aber deutlich entspannter.

  • Ohne Umbau in bestehenden Räumen

    Ordinationen sitzen oft in Altbauwohnungen mit Stuck und hohen Decken. Es gibt nichts zu montieren und nichts zu verkabeln, das Gerät steht auf dem Tresen oder auf dem Schrank dahinter.

Aus der Ordination

Der übliche Aufbau ist ein Gerät am Empfang, ausgerichtet auf die Wartezone. Bei Gruppenpraxen mit langem Gang kommt ein zweites im Wartebereich dazu, weil sich dort die Gespräche der Patienten untereinander verdichten.

Ordinationen sind der Bereich, in dem am häufigsten nach einer Probestellung gefragt wird, und das ist auch der beste Weg. Zwei Wochen im laufenden Betrieb sagen mehr als jede Beschreibung, gerade weil das Personal am Anfang skeptisch ist.

Häufige Fragen

Ist das für Patienten mit Hörgerät ein Problem?
Es ist der Punkt, den wir am ernstesten nehmen. Ein Hörgerät verstärkt Hintergrundklang mit, deshalb wird in Ordinationen bewusst zurückhaltend eingestellt, und das Gerät am Empfang wird auf den Wartebereich ausgerichtet, nicht auf den Tresen. Wer direkt vor der Anmeldung steht, hat dadurch keinen Nachteil.
Reicht ein Gerät für eine ganze Ordination?
Für eine Einzelordination mit Empfang und Wartebereich in einem Raum meistens ja. Sobald ein Gang dazukommt oder der Wartebereich um die Ecke geht, wird ein zweites nötig. Das lässt sich vorher nicht seriös aus dem Grundriss ablesen, deshalb sehen wir uns den Raum an.
Muss das in die Verarbeitungsübersicht?
Das Gerät selbst verarbeitet keine personenbezogenen Daten. Es misst den Pegel im Raum, nimmt nichts auf und speichert nichts, und die Regelung läuft vollständig auf dem Gerät ohne Cloud. Als technische Maßnahme nach Artikel 32 DSGVO lässt es sich aber sinnvoll dokumentieren, und genau dafür stellen wir eine Beschreibung zur Verfügung.

Sprechen wir über Ihren Raum.

Erzählen Sie uns, wo es zu offen ist. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, ob Klangmaskierung Ihr Problem löst, und wenn nicht, sagen wir das auch.

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